AERA Wohnwand | moebelwelten.de
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Moderne Wohnwände sind einer der wichtigsten Einrichtungstrends. Das zeigte sich auch auf der diesjährigen imm cologne. Wieder einmal überzeugten die Hersteller mit facettenreichen Ausprägungen, Designs und Kombinationsmöglichkeiten der einzelnen Elemente: Die Low- und Highboards aus den Werkstätten der Möbel-Manufakturen ermöglichen so ein nie gekanntes Maß an individueller Wohnraumgestaltung. Nie zuvor war es so einfach, eine maßgeschneiderte Wohnwand nach eigenen ästhetischen Ansprüchen zu schaffen.
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Das liegt vor allem an der maximalen Flexibilität des Konzepts. Denn moderne Wohnwände sind im Prinzip nichts weiter als eine Anordnung verschiedener Regale an einer Wandfläche: Während die Lowboards den unteren Teil der Wand ihrer Länge nach ausfüllen, schweben die Highboards in beliebiger Anordnung darüber. Das einheitliche Design und die Materialität der einzelnen Elemente sorgen als Klammer für eine harmonische Ästhetik.
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Den Highboards kommt die Gestaltungsfunktion der Wand zu. Sie kommen daher als Regale, Schränke, Vitrinen oder Panoramavitrinen in verschiedensten Ausprägungen, mit und ohne Wandpaneel. Je nachdem, ob Bücher offen ausgestellt werden sollen, wertvolle Objekte hinter Glas und gern im Schein von LED-Leuchten inszeniert oder Dokumente hinter abschließbaren Türen sicher verwahrt werden sollen. Die Lowboards haben meist die Funktion von TV-
Unterschränken und Multimedia-Stationen, in denen die neueste Technik ihren Platz findet.
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Damit sind Wohnwände heutigen Zuschnitts unverzichtbarer Bestandteil jeder Haus- oder Wohnungseinrichtung: Zum einen wegen ihrer Multifunktionalität – u. a. als Stauraum –, zum anderen sind sie schon aufgrund ihrer räumlichen Präsenz der optische und damit ästhetische Fixpunkt des Raumes: Ihr Design, ihre Farbe und das Material geben damit automatisch den Stil der gesamten Einrichtung vor.
Ursula Geismann
vom Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM) über die
Entwicklung von der Schrankwand zur Wohnwand
Wuchtige Schrankwände im Stil des Gelsenkirchener Barock gehören endgültig der Vergangenheit an. Heute stehen lichte Wohnwände mit flexiblen Modulen, schlanker Optik, raffinierten Materialkombinationen und edlen Details wie Vitrinen und Glaselementen für das Wohngefühl moderner Nomaden.

Frau Geismann, was assoziieren Sie mit dem Begriff „Schrankwand“?
Ursula Geismann: Der Begriff ist so altmodisch wie das Möbel, für das er steht: eine als Schrank verkleidete Wand mit vielen geschlossenen, wenigen offenen Fronten. Dieses immobile Möbel dominierte bereits die Wohnzimmer vor dem Krieg und hielt sich als Konzept bis in die 70er Jahre.

Welche Funktion hatte die Schrankwand damals?
Ursula Geismann: Sie war vor allem praktisch, es ging mehr um Funktion, weniger um Design. Die Menschen brauchten Platz für ihre Minibar, die später sogar erleuchtet war samt Kristallkaraffe und Gläsern, für das gute
Welche Rolle spielte die Technik bei dieser Entwicklung?
Ursula Geismann: Eine enorme Rolle. Die Erfindung des Flachbildschirms allein machte tiefe Schränke überflüssig. Hochwertige Wohnwände gleichen heute Hightech-Stationen in oft schwebender Optik, ausgestattet mit zahlreichen Stromanschlüssen, komplexer LED-Lichttechnik hinter Glas, mit der sich die Stimmung des Raumes über verschiedene Farbeffekte steuern lässt. Konsequent auf die Zukunft konzipiert ist beispielsweise das Booklet von Interlübke, in dem nur noch Speichermedien ihre Berechtigung haben. Trotzdem wird es auch in Zukunft noch irgendwo ein Plätzchen für schön bebilderte Kochbücher und Kunstbände geben.

Wo sehen Sie bei Farben die wichtigsten Trends?
Ursula Geismann: Weiß ist als Grundfarbe immer noch ein großes Thema. Gegen eine weiße Wohnwand mit ihren verschiedenen Elementen lassen sich verschiedene Farb-Akzente effektvoll kombinieren. Auch innerhalb der Elemente gibt es verschiedene Materialmixe, beliebt ist etwa die
Aussteuerporzellan, ihre Bücher, die Münzsammlung, persönliche Dokumente und später den Fernseher, gern hinter einer abschließbaren Tür. Die Schrankwand hatte automatisch ihren angestammten Platz im Wohnzimmer und war dort quasi für die Ewigkeit bestimmt.

Bis wann ging diese Entwicklung?
Ursula Geismann: Bis vor etwa 20 Jahren. Seitdem haben sich die Grundrisse der Wohnungen immer weiter geöffnet. Gerade in Neubauten verschmelzen die Bereiche Wohnen, Küche und Essen heute fast schon automatisch. Das bedeutet: Es sind neue Funktionsbereiche hinzugekommen, die eine Schrankwand alten Stils zur Belastung machen. Um die Räume flexibel nutzbar zu machen, mussten daher filigranere Möbel-Kombinationen her – aus Elementen wie Sideboard, Regalen und einzelnen Schränken und Ablageflächen, die sich jederzeit abschrauben und woanders neu installieren lassen. Diese Epoche markiert im Prinzip die Geburt moderner Wohnwände.
Kombination von Echtholz und Lack, Glas oder Metall. Im Küchenbereich setzt sich gerade sehr stark der Trend zu Grau durch, der wird sich auch in den kommenden Saisons bei den Wohnwänden wiederfinden.

Menschen ziehen immer häufiger um, allein aus beruflichen Gründen. Sind moderne Wohnwände auch für moderne Nomaden konzipiert?
Ursula Geismann: Ganz sicher. Der Trend geht ganz klar zu flexiblen Mitnahmemöbeln – und das nicht nur im Wohnbereich.

Wie können sich Menschen mit kleinerem Einkommen und gutem Geschmack diese Wohntrends in ihre vier Wände holen?
Ursula Geismann: Sie können! Oberflächen mit Dekorfolien, die Metall oder Holzoberflächen imitieren, ermöglichen in gewisser Weise die Demokratisierung des guten Geschmacks. Kein Laie erkennt, ob die Materialien echt sind oder nicht. Wichtig ist vor allem das puristische Design der Elemente.
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